Clomid
Clomid
Zu dem bekanntesten Medikamenten gehört Clomifen. (Clomid®) Es erhöht die Wahrscheinlinchkeit eines Eisprungs und wird bei einer Unfruchtbarkeit angewendet.Die Informationen in diesem Text sind rein informell. Bei jeder Einnahme von Medikamenten sollte nebst dem Beipackzettel immer ihren Arzt aufgesucht und mit ihm die Situation abgeklärt werden. Ebenso ist eine nahe, kontrollierte Betreuung durch Ihren Arzt oder Frauenarzt bei einer Einnahme von Medikamenten gegen Unfruchtbarkeit unabdingbar!
Nachstehend finden Sie die Patienteninformation des Herstellers:
Eigenschaften/Verwendungszweck
Was ist Clomid® und wann wird es angewendet?
Clomid® kann einen Eisprung auslösen. Es wird auf Verschreibung des Arztes vor allem bei Frauen eingesetzt, die nicht schwanger werden können, weil der Eisprung nicht stattfindet.
Kontraindikationen
Wann darf Clomid® nicht angewendet werden?
Clomid® darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, bestehender Schwangerschaft, Lebererkrankungen, ungewöhnlichen Menstruationsblutungen, Zysten der Eierstöcke.
Vorsichtsmassnahmen
Wann ist bei der Einnahme von Clomid® Vorsicht geboten?
Bevor Sie dieses Medikament einnehmen, sollten Sie Ihrem behandelnden Arzt mitteilen, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben wie z.B. Zysten der Eierstöcke, Geschwülste der Gebärmutter (Myome), Venenentzündungen, Thrombosen, Lebererkrankungen, Depressionen oder abnorme Blutungen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden; Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Da Clomid® Sehstörungen, Schwindel oder Benommenheit verursachen kann, ist es wichtig, dass Sie zuerst prüfen, wie Sie auf dieses Medikament reagieren, bevor Sie Auto fahren, Maschinen bedienen oder andere Tätigkeiten ausüben, die von Ihnen gutes Sehen oder Wachsamkeit erfordern.
Beim Auftreten von Sehstörungen sollten Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt informieren. Er wird nach einer Augenuntersuchung über die Weiterführung der Behandlung entscheiden.
Schwangerschaft/Stillzeit
Darf Clomid® während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Clomid® darf bei bestehender Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Dosierung/Anwendung
Wie verwenden Sie Clomid®?
Clomid® wird üblicherweise während jeweils 5 Tagen eingenommen; Beginn am 5. Tag der Regelblutung, im allgemeinen mit 1 Tablette täglich.
Diese Behandlung kann mehrmals wiederholt werden, und die Dosierung kann, falls nötig, auf 2 Tabletten pro Tag erhöht werden.
Drei Behandlungszyklen gelten als ausreichender Therapieversuch. Stellen sich trotzdem keine Ovulationen ein, wird Ihr Arzt die Diagnose überprüfen, denn bei einer längerdauernden Therapiedauer mit Clomid® nimmt das Risiko von ernsthaften Nebenwirkungen zu.
Nach Eintritt der Schwangerschaft darf Clomid® nicht mehr eingenommen werden. Es ist u.U. notwendig, dass Sie täglich Ihre Körpertemperatur messen um festzustellen, ob ein Eisprung stattgefunden hat.
Wie Sie auf korrekte Art eine Temperaturkurve führen, können Sie dem Kurvenblatt entnehmen, das Sie von Ihrem Arzt erhalten.
Damit überhaupt eine Schwangerschaft eintreten kann, ist es wichtig, dass der Geschlechtsverkehr zur richtigen Zeit stattfindet (d.h. möglichst zum Zeitpunkt des Eisprungs; auch dies wird auf dem Kurvenblatt erklärt).
Es ist sehr wichtig, dass Sie regelmässig zu Ihrem Arzt gehen, damit dieser feststellen kann, ob das Medikament die gewünschte Wirkung zeigt. Dazu wird er Untersuchungen, Ultraschallbilder und Blutanalysen machen. Halten Sie sich deshalb genau an seine Anweisungen und Vorschriften.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung.
Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte Wirkungen
Welche Nebenwirkungen kann Clomid® haben?
Bei den empfohlenen Dosierungen treten Nebenwirkungen nur gelegentlich auf.
In einzelnen Fällen kann die Behandlung mit Clomid® bei sehr empfindlich reagierenden Frauen zu einer Überstimulierung der Eierstöcke sowie zur Bildung von Zysten führen. Deshalb sollten Sie beim Auftreten von Schmerzen im Bauch oder Unterleib, bei Übelkeit, Erbrechen und Gewichtszunahme sofort Ihren Arzt aufsuchen. Er weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.
Melden Sie auch die folgenden Nebenwirkungen sobald als möglich Ihrem Arzt:
Blähungen, verschwommenes Sehen, doppeltes oder schlechtes Sehen, Lichtblitze, Lichtempfindlichkeit der Augen, Gelbwerden von Augen oder Haut.
Die folgenden Nebenwirkungen treten oft nur vorübergehend auf, Sie müssen daher erst behandelt werden, wenn Sie unangenehm sind oder über längere Zeit bestehen bleiben:
Vergrösserung der Brüste oder Missempfindungen, Benommenheit oder Schwindel, Kopfschmerzen, stärkere Menstruationsblutungen oder Zwischenblutungen, Hitzewallungen, Depressionen, Übelkeit, Erbrechen, Nervosität oder Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, häufigeres Harnlassen.
In seltenen Fällen kann auch ein mässiger Haarausfall vorkommen, doch wachsen die Haare nach der Behandlung wieder normal.
Die Behandlung mit Clomid® kann eine Mehrlingsschwangerschaft zur Folge haben, die in ihrem Verlauf komplizierter sein kann als eine normale Schwangerschaft.
Bei einer Therapiedauer mit Clomid® von mehr als drei Behandlungszyklen nimmt das Risiko von ernsthaften Nebenwirkungen zu.
Allgemeine Hinweise
Was ist ferner zu beachten?
Clomid® sollte wie alle Medikamente ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Arzneimittel sorgfältig aufbewahren (Zimmertemperatur).
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Pér/Verf» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.
Zusammensetzung
Wirkstoff: Jede Tablette enthält 50 mg Clomifenum citricum.
Hilfsstoffe: Saccharose, Lactose, Maisstärke, Magnesiumstearat, Eisenoxid (Color E 172).
Verkaufsart/Packungen
In Apotheken gegen ärztliches Rezept, das nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Packungen zu 10* Tabletten.
Vertriebsfirma
Aventis Pharma AG, 8048 Zürich.
Stand der Information
Februar 1997.
© Aventis Pharma AG
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