Schweinegrippe und Schwangerschaft
Schweinegrippe und Schwangerschaft
Liebe werdende Mütter und Väter, sicherlich waren Sie noch nie so unsicher bei einer Fragestellung wie wenn es ums Thema "Schweinegrippe" geht. Soll ich mich impfen oder doch nicht? Die Entscheidung liegt schlussendlich alleine bei ihnen.Risikogruppe Schwangere
Es ist in der Tat so, dass Sie als schwangere Frau zu den Risikogruppen gehören. Dies ist jedoch nicht nur bei der Schweinegrippe der Fall. Das Immunsystem von Schwangeren ist geschwächt und daher sind sie anfälliger auf Krankheiten als Nicht-Schwangere Personen. Das wichtigste ist daher, dass Sie möglichst versuchen, einer möglichen Ansteckung auszuweichen.
Was tun bei Grippesymptomen?
Da Schwangere ein höheres Komplikationsrisiko haben, sollten Sie bei Grippesymptomen rasch Ihren Hausarzt oder Ihre Gynäkologin konsultieren. Verschlimmern sich die Symptome, verlangen Sie einen Notfalltermin.
Wenn Sie einen Säugling haben, halten Sie die Hygienemassnahmen ein und tragen Sie eine Maske, um die Infektionsgefahr für Ihr Kind zu verringern.
Eine Temperatur ab 38°C gilt als Fieber. Sie können dagegen Medikamente einnehmen wie Paracetamol (besser Paracetamol - z.B. Dafalgan® - als Aspirin). Halten die Symptome an, konsultieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Nehmen Sie ohne Rücksprache mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen keine anderen Medikamente ein. Einige stark fiebersenkende Medikamente sind in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Impfen
Seit 9. November existieren zwei Impfstoffe gegen die Schweinegrippe:
Bis weitere Daten verfügbar sind, wird die Impfung von Kindern unter sechs Monaten nicht empfohlen.
Wie funktioniert ein solcher Impfstoff?
Der (H1N1)-Impfstoff beruht auf dem gleichen Prinzip wie jener gegen die saisonale Grippe: Die Impfung bereitet das Immunsystem des Körpers darauf vor, eine Infektion abwehren zu können. Der Impfstoff enthält nicht den gesamten Virus, sondern nur Teile (Proteine) davon. Diese Proteine aktivieren weisse Blutkörperchen – diese stellen Antikörper her, welche sich im Falle einer Infektion an die Oberfläche von Viruspartikeln heften und so das entsprechende Virus unschädlich machen. Die Koppelung des Impfwirkstoffs an einen Hilfsstoff (Adjuvans) bewirkt, dass das Immunsystem die im Impfstoff vorhandenen Virus-Eiweisse besser erkennt. Dadurch wird das Spektrum von möglichen passenden Antikörpern vervielfältigt und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Erkennung des Virus durch das Immunsystem erhöht.
Wie sieht es nun mit der Impfung bei Schwangeren aus?
Da Sie als Schwangere zu der Risikogruppe gehören empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) daher auch Schwangeren, sich impfen zu lassen. Allerdings soll dies erst ab dem 4. Monat geschehen, um das Risiko „eines zufälligen Zusammentreffens von Fehlgeburten, die im 1. Trimester häufig sind, zu vermeiden.
Obwohl keine Studie zu den Pandemieimpfstoffen bei schwangeren Frauen vorliegt, spricht gemäss BAG aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Impfung.
Wir empfehlen Ihnen dennoch sich ernsthaft über die Vor- und Nachteile einer Impfung Gedanken zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich beraten, ob Sie tatsächlich gefährdet sind.
Muss ich mich impfen lassen
Nein, Sie können selber entscheiden, ob Sie sich und ihre Kinder impfen lassen wollen.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Impfkosten übernehmen Bund, Kantone und die Krankenkassen.
Hygienemassnahmen beachten
Wenn Sie sich gegen eine Grippeimpfung entscheiden, sollten Sie in jedem Fall die oben beschriebenen Hygienemassnahmen beachten. Zudem sollten Sie Grossansammlungen von Menschen meiden.
Weitere Themen:
Schwangerschaft Geburt Dammschnitt BabyBlues Sex Schwangerschaftsbeschwerden Zwillinge Stillen Kinderwunsch Komplikationen Rauchen Allergien Thermalbad Alkohol Geburtstermin Solarium Geburtsarten Wehen Wochenbett Kaiserschnitt Zangengeburt Bonding Wassergeburt Wochenfluss Kinderbetreuung Kleinanzeigen Folsäure BMI Dammmassage


