Stillen oder schöppeln
Stillen oder schöppeln
Die Nahrungsaufnahme des Babys hat in keinem anderen Lebensabschnitt eine so grosse Bedeutung wie in der Säuglingsphase und frühe Kindheit. Ob Stillen an der Brust oder schöppeln mit der Flasche... beides ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Die Wärme des Körpers und die Nähe zu ihrem Kind verschaffen Geborgenheit und Wohlbehagen. Auch wenn Sie nicht Stillen, können Sie trotzdem die Körpernähe und Zärtlichkeit ihrem Kind geben.Muttermilch
Die Muttermilch ist für das Neugeborene das bekömmlichste Nahrungsmittel. Es enthält alle nötigen Nährstoffen, die das Baby braucht. Zudem enthält es Schutzstoffe die dem Abwehrmechanismus Ihres Babys beitragen. Da Sie die Muttermilch immer bei sich tragen, ist das Stillen natürlich auch praktisch. Sie ist immer vorhanden, hat die richtige Temperatur und steht immer und überall zur Verfügung.
Für die Mutter hat das Stillen einen zusätzlichen positiven Effekt. Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück und der Kalorienverbrauch nimmt zu. Sie erreichen daher schneller wieder ihr Ursprungsgewicht, sofern Sie sich auch gesund ernähren!
Zum Stillen sollten Sie sich einen ruhigen Platz aussuchen, an dem Sie sich auch wohl fühlen. Zu Hause könnte dies ein bequemer Sessel sein, oder auf dem Sofa oder sogar im Bett. Nehmen Sie sich genügend Zeit und geniessen Sie die Zeit mit Ihrem Baby.
Keine Sorge wenn es nicht auf Anhieb klappt. Auch ihr Neugeborenes benötigt Zeit um die Nahrungsaufnahme von der Brust zu lernen. Geben Sie ihm die Zeit.
Schmerzen beim Stillen?
Haben Sie schmerzen an der Brust oder will das Kind nicht trinken? Gerade in der Anfangszeit des Stillens haben Frauen oftmals wunde Brustwarzen. Meistens liegt es daran, dass das Kind falsch an die Brust angelegt wird. Es kann jedoch auch sein, dass es zu oft an die Brust angelegt wird. Achten Sie darauf, dass Sie pro Brust ca. 15 - 20 min. stillen. Die Belastung für die Brustwarzen bleibt dabei in einem gesunden Rahmen. Je nach Milchmenge, die ihr Kind aufnimmt kann die Dauer variieren. Es ist sehr gut möglich, dass ihr Kind in 10 min. gleich viel Milch aufnimmt wie ein anderes Kind in 20 min. Wenn Sie unsicher sind, können Sie durch die Hebamme oder den Kinderarzt die Menge der Aufnahme messen lassen. Hierfür wird das Kind vor dem Stillen und nach dem Stillen gewogen. Aufgrund der Differenz lässt sich die Milchaufnahme in ml ermitteln. Sie können zudem mittels einem Hütchen die Brustwarze schützen. Solche Brustwarzenhütchen erhalten Sie in Apotheken oder Drogerien.
In jedem Fall sollten Sie bei schmerzenden Brüsten oder wenn ihr Kind nicht trinken will die Hebamme, Stillberaterin oder die Kinderärztin/ den Kinderatzt kontaktieren.
Stillen und Schöppeln
Stillen und Schöppeln lassen sich indeal miteinander verbinden. Wenn Sie beispielsweise in der Öffentlichkeit nicht gerne stillen wollen, können Sie die Muttermilch auch abpumpen. Für die Nahrungsabgabe über die Flasche ist zu beachten, dass gerade die traditionellen Flaschen eine viel grössere Milchabgabe haben als zum Beispiel bei der Brust. Dieser Unterschied könnte ihr Kind irritieren - es besteht zudem die Gefahr, dass es die Nahrungsaufnahme über die Brust danach verweigert. Um dem entgegenzuwirken gibt es spezielle Flaschen, die nur ganz wenig Milch abgeben. Ihr Baby muss dabei sich genauso anstrengen wie es bei der Milchaufnahme durch die Brust auch tun müsste.

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