Zweiter Monat
Zweiter Monat
Ihr Körper fährt Achterbahn und ihr Hormonhaushalt läuft auf Hochtouren. Merkmale wie:gehören zum Alltag.
Der Grund dafür ist die Produktion von Schwanger-schaftshormonen. Eines davon ist das Hormon "Prolaktin". Es ist für das Wachstum der Milchdrüsen verantwortlich.
Dies hat natürlich auch eine Auswirkung auf die Grösse der Brüste, welche während der Schwangerschaft zunehmend grösser werden. Ebenfalls davon betroffen sind die Hüften, welche breiter werden.
Bald schon werden Sie feststellen, dass ihre bis anhin bequem getragenen Hosen nicht mehr passen und zu eng werden. Das Embryo ist zwar erst einige Milimeter gross, trotzdem stellt sich der Körper darauf ein und beginnt mit der Dehnung des Beckens um für die Geburt genügend Platz zu schaffen.
Müdigkeit
Sie werden nun des öfteren eine starke Müdigkeit verspühren, auch wenn Sie viel geschlafen haben. Dies liegt an dem erhöhten Energieverbrauch, denn ihr Körper arbeitet nun für zwei.
Es ist deshalb ganz normal wenn Sie Tag täglich nur noch schlafen könnten. Gönnen Sie sich diese Ruhe und schonen Sie ihren Körper! Meistens klingt die Müdigkeit ab dem vierten Monat wieder ab, da die Embryonalentwicklung dann abgeschlossen ist.
Übelkeit
Gerade in den ersten 14 Wochen der Schwangerschaft ist Sie häufig ein ständiger Begleiter - die Übelkeit. Ob am Morgen, mittags, am Abend oder sogar in der Nacht. Ursache hierfür sind ebenfalls die Hormone. Nach ca. 3 Monaten hat sich der Körper jedoch an die Hormone gewöhnt und die Übelkeit verschwindet so schnell wie Sie gekommen ist.
Nicht jede Frau, die Schwanger ist, erlebt diese Veränderungen im gleichen Ausmass. Es gibt werdende Mütter, die während ihrer Schwangerschaft nie oder fast nie erbrechen müssen - es gibt jedoch auch das Gegenteil.
Schmerzen in der Leistengegend
Wenn die Mutterbänder sich dehnen kann dies als stechender Schmerz in der Leistengegend wahrgenommen werden. Die Mutterbänder halten die Gebärmutter, da das immer grösser werdende Baby die Gebärmutter stark dehnt.
Bitte konsultieren Sie ihren Arzt wenn Sie ein Ziehen in der Mitte des Unterbauches feststellen, da es sich dabei um Kkontraktionen der Gebärmutter handeln könnte und dies bereits Vorstufen von Wehen sein können!
Das Baby wird grösser
Unvorstellbar wenn man sich vor Augen hält, dass die Fruchthöhle in der fünften Schwangerschaftswoche gerade mal so gross wie ein Reiskorn ist. Es ist ein Wunder der Natur. Millionen neuer Zellen werden gebildet und erschaffen so das neue Lebewesen. Jede Zelle weiss genau wofür Sie benötigt wird und wo ihr Platz ist. Alle Keimzellen gehen an die Stelle wo Sie hingehören. Nach ca. 24 Tagen nach der Befruchtung beginnt auch das kleine Herz zu schlagen. Bei einer Ultraschalluntersuchung kann man das pulsierende Herz bereits erkennen. Es schlägt doppelt so schnell als das Herz der Mutter, also ca. 110 - 170 Schläge pro Minute. Des Weiteren wird das Neutrahlrohr mit 40 Somiten entwickelt. Es ist für die Entstehung der Wirbel verantwortlich.
Körperteile
Der Kopf ist ebenfalls erkennbar. Schädelknochen sind noch keine vorhanden, da sich der Fortschritt auf die Entwicklung des Gehirns konzentriert. Arm- und Beinansätze entwickeln sich ca. am 28. Tag nach der Befruchtung. Sie sehen aus wie kleine Knospen. Einige Tage danach sind an den Armenden kleine Händchen erkennbar. Sie entwickeln sich rasch voran und ab ca. der achten Woche sind die Finger ebenfalls geformt. Mit den Füsschen dauert es etwas länger. In dieser Phase der Entwicklung macht der Embryo die grösste Veränderung durch. Am Ende des zweiten Monats zeichnen sich Augen, Mund und Nase ab. Der Embryo ist ca. 14 mm lang, 6 Wochen alt und schwimmt im 37.5 Grad warmen Fruchtwasser.
Das Wunder Mensch
Wie oben bereits erwähnt, ist es ein Wunder der Natur was sich während dieser Zeit abspielt. Jede Zelle hat seinen Zweck und seinen Platz - was jedoch wenn diese Zusammenspiele nicht 100% funktionieren? - Auch hierfür hat Mutter Natur ein System entwickelt. Der Embryo überprüft nämlich täglich die funktionalen Gegebenheiten. Treten dabei Abweichungen auf und lässt sich dieses zusammengestellte System funktional nicht richtig umsetzen so kommt es in der Regel zur Fehlgeburt.
Gerade in den ersten 3 Monaten ist der Embryo anfällig für negative Einflüsse. Das rasche Wachstum und die vorangetriebene Entwicklung sollten wähend dieser Zeit nicht gestört werden. Die Gefahr eines Abgangs ist während dieser Phase am höchsten.
Sie können in dieser Entwicklung ebenfalls unterstützend mitwirken. Entspannen Sie sich häufig und gönnen Sie sich Ruhe. Vermeiden Sie heftige Bewegungen und das tragen von schweren Taschen. Zigaretten sowie der Konsum von Alkohol und Drogen erhöhen zudem das Risiko einer Abnormalität.
Siehe auch:Weiter zum dritten Monat: |
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